Mitgliederversammlung 2025

Am 5. Juni 2025 fand die Mitgliederversammlung in Weichering statt. Neben Vorträgen, Rechenschaftsbericht und Neuwahlen bei den Gruppenvertretungen FüAk und LfL stand vor allem der Austausch im Mittelpunkt.

Traditionell im Gasthaus Vogelsang in Weichering fand am 5. Juni die diesjährige Mitgliederversammlung von VELA, dem Verband der bayerischen Lehr- und Beratungskräfte für Ernährung, Ländlichen Raum und Agrarwirtschaft, statt.

Josef Mayr, Vertreter des Partnerverbandes VLTD, mahnte in seinem Grußwort den Bürokratieabbau an und forderte, den Menschen im Verwaltungshandeln und Personalentscheidungen nicht aus dem Blick zu verlieren.

Den wertvollen Beitrag, den die Hauswirtschaft leise und unspektakulär in so vielen Bereichen der Pflege, Versorgung und Betreuung leistet, stellte Margarete Engel vom BayLaH heraus. Für die Wertschätzung dieser Leistungen forderte sie neben vielfältigen Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten, und der Sichtbarmachung der Leistung vor allem tariflich entsprechend geregelte Löhne für die Frauen, die sich damit eine weitere oder sogar die Haupterwerbsquelle erschließen.

Neues vom Wissenschaftscampus Weihenstephan konnte Dr. Josef Bosch von der Max Schönleutner Gesellschaft berichten. Dass es hierzu einen Landtagsbeschluss gab, der auch über die Wahlen hinweg bestand hatte, bezeichnete er als kleines Wunder und deutliches Zeichen, dass die Lage von politischer Seite ernstgenommen wird. Nun sind die beteiligten Institutionen TUM, HSWT und LfL in der Pflicht eine tragbare Lösung unter dem Dach der Universität zu finden. In den nächsten fünf Jahren wird als erster Schritt ein neuer Agrarmaster eingeführt werden, indem auch die Beratungsmethodik wieder fester Bestandteil werden soll.

Im Anschluss lieferte Ministerialdirigent Dr. Maximilian Wohlgschaft Einblick in aktuelle Themen des Staatsministeriums, insbesondere in die von ihm geleitete Abteilung A Bildung und Beratung. Neben den neuintegrierten Konditionalitätskontrollen im Veterinärbereich mit Neueinstellungen an den Prüfteams der Landwirtschaftsämter, forderte im vergangenen Jahr die Bearbeitung der Hochwasseranträge und der EIF- und LEADER-Anträge einen erhöhten Personalbedarf, der aus dem Stammpersonal bedient werden musste. Hier dankte er allen beteiligten Ebenen für das Engagement und das Gemeinschaftsgefühl im Dienste der landwirtschaftlichen Betriebe.

Von den Aktivitäten von VELA konnte die 1. Vorsitzende Dr. Christiane Brunner berichten und Geschäftsführerin Franziska Bauer konnte aufgrund der Beitragserhöhungen im Vorjahr einen sehr positiven Kassenbericht vorlegen.

Aufgrund personeller Veränderungen waren noch Nachwahlen für den Geschäftsausschuss notwendig: die Staatliche Führungsakademie vertritt zukünftig Rainer Heierth und die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft wird von Bernhard Ippenberger vertreten.

Eigens und mit höchster Genehmigung während der Sitzungswoche angereist war dann der Hauptreferent MdB Hans Koller. Der Stimmkreisabgeordnete aus Passau ist seit 17 Jahren Vorsitzender des VLF Bayern und nun in seiner politischen Funktion Ausschussmitglied im Umweltausschuss sowie im Wirtschaftsausschuss und stellvertretendes Mitglied der Ausschüsse für Ernährung, Landwirtschaft und Heimat sowie Tourismus.

Er ist dem Verband seit Jahren tief verbunden und sieht im VLF Bayern und seinen regionalen Ablegern eine Brücke von der Verwaltung zu den praktizierenden Landwirten. Nach einigen interessanten und erheiternden Anekdoten aus seiner ersten Zeit in Berlin und aus seinem land- und gastwirtschaftlichen Betrieb in Niederbayern, ging er weiter auf die Rolle des VLF ein. Im Dreiklang aus Bildung, Beratung und Öffentlichkeitsarbeit sieht er die Zusammenarbeit vom Verband für landwirtschaftliche Fachbildung und der Verwaltung als ideale Ergänzung. Zentral ist dabei aber aus seiner Sicht die Beibehaltung der Geschäftsführung als Dienstaufgabe an den Ämtern. Denn nicht nur die Mitgliederzahlen sind aufgrund der sinkenden Betriebszahlen rückläufig; es wird auch immer schwieriger junge Menschen für das Ehrenamt zu motivieren.

Abschließend betonte er noch, dass die Verbundberatung mittlerweile gut akzeptiert und verankert ist, man bei neuen Schritten aber bedenken soll, dass eine Weiterentwicklung gewachsener Strukturen oft von mehr Erfolg gekrönt sein wird, als ein radikaler Umbruch. Eines konnte er aus Berlin aber bereits jetzt berichten: andere Bundesländer schauen mit Neid auf die bayerischen Strukturen und die Verbundenheit mit der Heimat. Die Landwirtschaft ist eine Zukunftsbranche, die Vielfalt und Lebensmittelerzeugung in Einklang bringt und in gegenseitiger Wertschätzung und Zusammenarbeit von Verwaltung und Berufsstand können wir dieser gewaltigen Verantwortung für Umwelt und Ernährungssicherstellung gerecht werden.

Für alle Mitglieder ist das Protokoll im internen Bereich der Homepage eingestellt.